Mir wird oftmals die Frage gestellt, wie ich eigentlich zum Programmieren gekommen bin und in diesem Beitrag möchte ich nun einmal aufzeigen, wie ein einziges Coding Camp dazu beigetragen hat, dass ich bis heute zahlreiche Apps für das Microsoft-Ökosystem entwickelt habe und jetzt auch für andere Plattformen entwickle.

Ich hatte schon immer ein Interesse an Computern und habe daher auch bei mir an der Schule sehr gerne am Informatik-Unterricht teilgenommen und die ersten Programme in Turbo Pascal und Delphi geschrieben. Daher war für mich auch frühzeitig klar, dass ich gerne irgendetwas mit Informatik studieren möchte.

Anfang des Jahres 2010 habe ich dann von einem neuen Produkt gehört, welches auf den Namen Windows Phone 7 hören sollte. Gleichzeitig bin ich dann über einen Aufruf von Microsoft gestoßen, wo es um ein Coding Camp auf einer Ritterburg ging. Hier einmal ein Auszug aus diesem Beitrag:

Unter dem Motto „Entdecke die neue Welt des Mobile Developments!“ zeigt Microsoft Studenten vom 7. bis 9. Mai auf der alten Ritterburg in einem unvergleichlichen Ambiente, was diese neue Welt alles zu bieten hat. Gemeinsam mit den Microsoft Experten Frank Prengel, Oliver Scheer und Tom Wendel erwartet die Studenten die ultimative Coding-Erfahrung!

Es gab insgesamt nur 30 Plätze und einen davon konnte ich für mich ergattern, so dass ich wenig später meine ersten Schritte sowohl mit Visual Studio als auch mit C# und Silverlight unternommen habe. Meine Gruppe hatte sich das Ziel gesetzt die App sowohl in Silverlight als auch in XNA zu programmieren, um gleich festzustellen, mit welchem Framework die Entwicklung eines kleinen Spiels einfacher sein sollte. Wir haben uns für einen Klon von Whac-A-Mole entschieden, welchen wir Whac-A-Hamster getauft haben.

Wir haben diese App dann sogar fertiggestellt und im Windows Phone Store veröffentlicht, wo die App auch heute noch abgerufen werden kann.

Whac-A-Hamster
Whac-A-Hamster
Entwickler: tsjDEV
Preis: Unbekannt

Abschließend möchte ich noch auf ein kurzes YouTube-Video verweisen, welche die Eroberung der Freusburg und das Schlagen zum Code-Ritter zeigt.

Hiermit wurde meine Leidenschaft für das Microsoft-Ökosystem geweckt. Ich habe mich dann im folgenden immer weiter mit der Entwicklung für die Plattform beschäftigt und dann auch den Wechsel zu Windows 8 und Windows 10 mitgemacht. Es hat immer Spaß gemacht die Plattform bei der Entstehung zuzusehen, aber leider hat es Windows Phone nicht zu einem beachtlichen Marktanteil auf dem Smartphonemarkt geschafft, so dass die Plattform leider nicht mehr wirklich weiterentwickelt wird. Dadurch hat natürlich UWP1 ebenfalls einen kleinen Dämpfer erhalten und spielt leider nur noch eine untergeordnete Rolle.

Dafür hat nun Xamarin die Bühne betreten und ermöglicht es unkompliziert seine Businesslogik mit Visual Studio in C# zu schreiben und man muss nur noch in den jeweiligen nativen Formaten seine Oberfläche beschreiben. Somit kann man mit geringem Aufwand Apps für Android, iOS oder auch Windows entwickeln. Mit Xamarin.Forms fällt aber nun auch noch die native Oberflächenentwicklung weg und man kann seine Oberfläche ein einziges Mal mit XAML2 schreiben und diese wird dann auf die jeweils nativen Plattformen überführt, so dass der Nutzer sein gewohntes Bild einer App erhält.

Mir macht es nach wie vor immer noch Spaß Apps zu entwickeln und ich kann mir derzeit keinen schönen Job vorstellen.

  1. Universal Windows Platform
  2. Extensible Application Markup Language
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